FAQs zu Ukraine-/Russland-Sanktionen

Übersicht: 

Hier geben wir einen Überblick über die wichtigsten Informationen zu ukrainischen und russischen Wertpapieren. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, um weitere sanktionsbezogene Einschränkungen oder neue Sachverhalte zu berücksichtigen. Stand: 23. August 2022.

 

A.        Kunden, die Positionen in russischen Wertpapieren halten

B.        In Russland gehandelte amerikanische Hinterlegungsscheine (ADR)/Globale Hinterlegungsscheine (GDR)

C.        Kunden, die ihre Bankgeschäfte über  sanktionierte Banken abwickeln

D.        Einschränkungen, die russische oder belarussische Staatsangehörige, Staatsbürger, bzw Einwohner betreffen

E..        Kunden aus den Regionen Luhansk und Donezk

 

 

 

A.  Kunden, die Positionen in russischen Wertpapieren halten

Die USA und weitere Länder haben gegen bestimmte russische Unternehmen, die Wertpapiere ausgeben, Sanktionen verhängt. Dies bedeutet, dass deren Wertpapiere nicht gehandelt oder transferiert werden können.  Darüber hinaus haben die USA den Kauf neuer und bestehender Schuld- und Aktienpapiere russischer Firmen verboten. Infolgedessen wurde der Handel mit allen russischen Wertpapieren entweder ganz oder teilweise eingeschränkt. 

1.       Welche russischen Wertpapiere wurden mit Einschränkungen überzogen?

Bestimmte russische Wertpapiere wurden in die OFAC-Liste der gesperrten Personen (Specially Designated Nationals; kurz: SDN) aufgenommen und unterliegen vollständigen Beschränkungen.  Ihnen ist es zur Zeit nicht erlaubt, mit Ihren Positionen in russischen SDN-belasteten Wertpapieren zu handeln oder sie zu übertragen, es sei denn, OFAC spricht ein entsprechende Genehmigung aus.  Diese Emittenten sind oder wurden an den Börsen in Moskau, London, Stuttgart, GETTEX und OTC-Pink-Märkten gelistet.

Darüber hinaus haben die Regierungen der EU, des Vereinigten Königreichs und Kanadas die Vermögenswerte bestimmter russischer Emittenten, die keine SDNs sind, eingefroren.  Je nach geografischem Standort, Staatsangehörigkeit oder Nexus der Geschäftstätigkeit kann ein Verbot des Handels oder Transfers bei Emittenten, die keine SDNS sind, nicht ausgeschlossen werden.

Ab 6. Juni 2022 wird es grundsätzlich nicht mehr möglich sein, neue Positionen (Long oder Short) in russischen Wertpapieren zu eröffnen. Sie können jedoch Ihre Positionen in russischen Wertpapieren, die nicht direkt sanktioniert wurden, verkaufen oder halten. 

Russische Wertpapiere , die direkt sanktioniert wurden

1.     Wenn ich direkt sanktionierte russische Wertpapiere halte, habe ich dann noch Zugang zu meinem Depot?

Ja, zu Ihrem IBKR-Depot wird es keine Zugangsbeschränkungen geben. Es wird Ihnen aber nicht möglich sein, in direkt sanktionierten Wertpapieren mit Positionen zu handeln oder sie zu transferieren, es sei denn, es liegt eine Genehmigung der jeweiligen Regierungsbehörde vor (OFAC in Bezug auf SDNs oder die jeweilig zuständige Behörde bei Sanktionen, die nicht von den USA ausgehen).

2.     Kann ich mit meinen Positionen in direkt sanktionierten russischen Wertpapieren handeln oder sie an einen anderen Broker übertragen?

Nein. Alle Positionen in direkt sanktionierten russischen Wertpapieren wurden gesperrt, es sei denn sie fallen unter eine Abwicklungsfrist. Ihnen ist es zur Zeit nicht erlaubt, mit solchen Positionen zu handeln oder sie zu übertragen, es sei denn, die Sanktionen werden aufgehoben oder OFAC spricht ein entsprechende Genehmigung aus.

Regeln für IB Kanada, kanadische Staatsbürger oder Personen mit Wohnsitz in Kanada:

3.     Welche zusätzlichen Sanktionen betreffen Kanadier und Personen mit Wohnsitz in Kanada?

Kanada hat bestimmte russische Emittenten zusätzlich zu den von den USA, Großbritannien und der EU verhängten Sanktionen mit eigenen Sanktionen belegt.  Kunden von IB Kanada, kanadischen Staatsbürgern oder Personen mit Wohnsitz in Kanada ist der Handel oder die Übertragung von Positionen bei russischen Emittenten, die von Kanada sanktioniert wurden, vollständig untersagt.  Diese Emittenten sind oder wurden an den Börsen in Moskau, Wien und Nasdaq gelistet.

Regeln für IB UK, Staatsbürger des UK (einschließlich Hoheitsgebiete des UK) und alle im UK oder in einem Hoheitsgebiet des UK wohnhafte Personen:

4.     Welche zusätzlichen Sanktionen betreffen Personen mit Wohnsitz im UK?

Das UK hat bestimmte russische Emittenten zusätzlich zu den von den USA, Kanada und der EU verhängten Sanktionen mit eigenen Sanktionen belegt.  Kunden von IB UK, Staatsbürgern des UK (einschließlich Hoheitsgebiete des UK) und allen im UK oder in einem Hoheitsgebiet des UK wohnhaften Personen ist der Handel oder die Übertragung von Positionen bei russischen Emittenten, die vom UK sanktioniert wurden, vollständig untersagt. 

Russische Wertpapiere Nicht direkt sanktioniert

1.       Welche Einschränkungen gibt es bei russischen Wertpapiere, die nicht direkt sanktioniert wurden?

Die Sanktionen der USA verwehren es allen US-Finanzinstituten, russische Wertpapiere zu kaufen.  Dies bedeutet, dass Sie in russischen Wertpapieren, einschließlich ihrer Derivaten, keine neuen Positionen eröffnen können. 

2.       Bedeutet dies, dass ich meine Positionen bei nicht direkt sanktionierten russischen Emittenten verkaufen muss?

Nein.  Sie können Ihre bereits vorhandenen Positionen in russischen Wertpapieren, die nicht direkt sanktioniert wurden, nach Belieben verkaufen oder halten. Bitte beachten Sie, dass Ihre Fähigkeit, Positionen zu schließen auch von den gesetzlichen und börsenbezogenen Vorschriften vor Ort abhängt. Zum Beispiel werden durch aktuelle Beschränkungen der russischen Zentralbank IBKR-Kunden generall davon abgehalten, an der Moskauer Börse Handelsgeschäfte abzuschließen oder zu eröffnen. 

3.       Gibt es einen Stichtag für den Verkauf von nicht direkt sanktionierten russischen Wertpapieren?

Für den Verkauf dieser Positionen gibt es keine Abwicklungsfrist. Solange die Märkte für den Handel geöffnet sind, können Sie Ihre Positionen in nicht direkt sanktionierten russischen Wertpapieren jederzeit verkaufen oder halten.

4.       Ist es mir weiterhin gestattet, russische Wertpapiere oder Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt zu verkaufen?

Nein. Die Verbote gelten für alle von einem russischen Unternehmen ausgegebenen Schuldtitel oder Aktien einschließlich Staatsanleihen.  Sie können Ihre russischen Wertpapiere oder Schuldtitel verkaufen oder halten; aber es bleibt Ihnen verwehrt, neue Einkäufe zu tätigen. 

5.       Kann ich meine ADRs und GDRs in nicht sanktionierte russische Wertpapiere umwandeln?

Nein. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden Umwandlungen von ADRs oder GDRs in Wertpapiere, die in Rubel geführt und zu Ihrem IBKR-Depot geliefert werden, von IBKR nicht unterstützt.  Wir werden uns alle Mühe geben, Konvertierungen so durchzuführen, dass die zugrundeliegenden Aktien an Ihr Depot bei einem anderen Finanzinstitut geliefert werden.  Im Folgenden werden wir ausführlicher auf ADRs und GDRs eingehen.

6.       Kann ich meine Positionen in russischen Wertpapieren, die nicht direkt sanktioniert wurden, verkaufen oder halten?

Unter der Voraussetzung, dass der empfangende Broker die Positionen akzeptiert, können Sie diese Positionen gerne zu einem anderen Brokerage-Konto in Ihrem Namen transferieren.

 

B.  Russische ADRs/GDRs

Ein neues landesweites Gesetz in Russland verwehrt russischen Emittenten, ihre Aktien außerhalb Russlands mittels US-amerikanischer Hinterlegungsscheine (ADR) oder Globaler Hinterlegungsscheine (GDR) zu handeln. Außerdem sind einige russische ADRs/GDRs von US-Sanktionen betroffen.

1.       Welche russischen ADRs und GDRs sind direkt von US-Sanktionen betroffen?

Hier ist eine Liste der von US-Sanktionen betroffenen ADRs/GDRs auf der IBKR-Plattform:

ISIN

NAME_EMITTENT

PRIMÄRE BÖRSE / OTC

TYP

US80585Y3080

Sberbank of Russia PJSC

OTC (PINK)

ADR

US80585Y3080

Sberbank of Russia PJSC

Börse Stuttgart

ADR

US80585Y3080

Sberbank of Russia PJSC

Londoner Börse

ADR

US46630Q2021

VTB Bank PJSC

Londoner Börse

GDR

US46630Q2021

VTB Bank PJSC

GETTEX

GDR

US5591892048

Magnitogorsk Iron & Steel Works PJSC

Londoner Börse

GDR

2.       Gibt es eine Kündigungsfrist für meine russischen ADRs/GDRs?

Aktuell erlaubt IBKR in der Regel den Transfer von nicht sanktionierten russischen ADRs/GDRs in ein Depot bei einem anderen Finanzinstitut. Eine Konvertierung oder Stornierung ist jedoch nicht möglich. 

3.  Muss ich bestimmte Maßnahmen ergreifen, wenn ich eine russische ADR/GDR halte?

Nein.  Wenn Sie eine russische ADR/GDR halten, sind Sie nicht verpflichtet, die betroffenen Hinterlegungsscheine zu konvertieren oder zu stornieren.

4.     Was passiert, wenn der Emittent den Hinterlegungsschein storniert?

Wenn der Emittent den Hinterlegungsschein storniert, ist er normalerweise verpflichtet, die zugrundeliegenden Aktien oder deren Barwert an Sie zurückzugeben.  BKR ist am Stornierungsverfahren nicht beteiligt und kann deshalb die Verfahrensweise des Emittenten nicht verlässlich voraussagen.  

5.       Vom Kunden beantragte Konvertierungen des Ausgebers zur Lieferung an eine russische Bank

Bestimmte russische Banken haben sich bereits erklärt, Konten für nicht in der Russischen Föderation wohnhafte Personen zu eröffnen, um die aus der Umwandlung von Hinterlegungsscheinen (DR oder Depositary Receipts) resultierenden Stammaktien entgegenzunehmen. Dies gibt IBKR die Möglichkeit, den Konvertierungsprozess einzuleiten. Die Aktien werden dabei an ein externes Depot überwiesen.  Diese Konvertierungen werden bei der Ausgeberbank mit der ausdrücklichen Anweisung eingereicht, die Stammaktien an das Konto des Kunden bei der russischen Bank zu liefern. IBKR wird versuchen diese Transfer nach bestem Wissen und Gewissen durchzuführen, kann aber keine Garantie für eine erfolgreiche Abwicklung abgeben. Bitte beachten Sie, dass solche Transaktionen durch Sanktionen und Vorschriften vor Ort verhindert oder hinausgezögert werden können.  Darüber hinaus müssen DR-Aktien, die in einer europäischen Verwahrstelle gehalten werden, unter Umständen an DTC übertragen werden, um den Transfer an die Ausgeberbank in die Wege zu leiten.

Wichtiger Hinweis für Personen aus dem Vereinigten Königreich und Kanada: Aufgrund der von dem UK und Kanada verhängten Sanktionen kann IBKR keine russischen DR-Konvertierungsanträge im Namen von Kunden der IB-UK oder IB-Kanada, welche die folgenden Kriterien erfüllen, bearbeiten:

·       Jegliche Person, die sich im UK aufhält oder dort wohnhaft ist, oder, unabhängig vom Wohnsitz, Staatsbürger des UK (oder eines Hoheitsgebiet des UK) oder Kanada ist, oder

·       Im UK (einschließlich Hoheitsgebiet des UK) oder in Kanada gegründete Unternehmen.

IBKR wird eine Gebühr von $500 für die Durchführung der Transaktion erheben und alle Gebühren der Ausgeberbank und Verwahrstellen weitergeben. Damit IBKR eine Konvertierung beim Ausgeber in die Wege leiten kann, solten Kunden eine Anfrage per Webticket eröffnen und die folgenden Informationen angeben:

·       Bestätigung eines Depots der Kategorie C;

·       Ausgefülltes und unterzeichnetes Überweisungsformular, Auftragsbrief oder eventuell von der Ausgeberbank angeforderte Formulare;

·       Ausgefüllte und unterzeichnete Bescheinigung des Inhabers der DRs, dass sich der „wirtschaftliche Eigentümer“ nicht geändert hat.

 

 C.   Kunden, die ihre Bankgeschäfte über sanktionierte Banken abwickeln

 Von den USA, UK und der EU wurden gegen eine Reihe führender russischer Banken Sanktionen verhängt, die Geschäftsaktivitäten mit diesen Banken generell untersagen.

1.       Welche Sanktionen wurden verhängt?

Im Rahmen der Sanktionen ist es Kunden nicht gestattet, bei einer sanktionierten Bank Einzahlungen oder Abbuchungen vorzunehmen.  Bestandteil der Sanktionen sind auch Auslauffristen, die bereits abgelaufen sind.

2.       Welche Banken sind von diesen Sanktionen betroffen?

Die folgenden russischen Banken samt Tochtergesellschaften wurden von den USA, UK und/oder der EU mit Sanktionen belegt bzw. vom internationalen Bankennetzwerk SWIFT abgekoppelt.  Deshalb können IBUK-Kunden derzeit bei keiner dieser sanktionierten Banken Einzahlungen oder Abhebungen vornehmen.

  • Sberbank (von SWIFT abgekoppelt)
  • Alfa Bank
  • VTB (von SWIFT abgekoppelt)
  • Bank Rossiya (von SWIFT abgekoppelt)
  • Otkritie (von SWIFT abgekoppelt)
  • Novikombank (von SWIFT abgekoppelt)
  • Promsvyazbank (von SWIFT abgekoppelt)
  • Sovcombank (von SWIFT abgekoppelt)
  • VEB (von SWIFT abgekoppelt)
  • Transkapitalbank
  • Investtradebank
  • Rosselkhozbank (von SWIFT abgekoppelt)
  • Moscow Credit Bank (von SWIFT abgekoppelt)

 Nur IBUK- und IBUKL-Kunden:

Die folgenden Banken unterliegen ebenfalls UK-Sanktionen, die alle Kunden von Interactive Brokers (U.K.) Ltd betreffen. (IBUK):

  • GazPromBank
  • SMP Bank
  • Uraler Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

Bei keiner dieser sanktionierten Banken können IBUK-Kunden derzeit Einzahlungen oder Abhebungen vornehmen.

3.       Muss ich mein IBKR-Depot schließen, wenn meine Bank eine sanktionierte Bank ist?

Die gegen Banken gerichteten Sanktionen erfordern nicht, dass Sie Ihr IBKR-Depot schließen.  IBKR ist lediglich nicht imstande, Einzahlungen oder Abhebungen über eine sanktionierte Bank durchzuführen.

4.       Kann ich neue Bankanweisungen angeben?

Ja, Sie können gerne für ein Depot bei einer nicht sanktionierten Bank neue Bankanweisungen angeben. Bitte beachten Sie, dass IBKR seit geraumer Zeit Beschränkungen für bestimmte Einzahlungs- und Abhebungsvorgänge umgesetzt hat, die auch weiterhin in Kraft bleiben werden.  Für nähere Informationen zu diesen Einschränkungen, klicken Sie hier.

 

D.   Einschränkungen, die russische oder belarusische Staatsangehörige, Staatsbürger, bzw Einwohner betreffen

Manche Sanktionen betreffen nur russische oder belarusische Staatsangehörige, Staatsbürger, bzw Einwohner. 

MOEX

1.       Ich bin russischer Staatsbürger. Kann ich meine nicht sanktionierten russischen Aktien an der MOEX handeln?

IIBKR hat den Status eines ausländischen Brokers und wird von der russischen Regierung davon abgehalten, an der Moskauer Börse (MOEX) zu handeln.  Deshalb wird es für Sie nicht möglich sein, mit Ihrem IBKR-Depot an der MOEX zu handeln.

 Beschränkungen bei EU-Wertpapieren

1.       Ich bin russischer (oder belarusischer) Staatsangehöriger oder habe dort meinen Wohnsitz. Warum kann ich nicht an Börsen in der EU handeln?

Die EU hat Sanktionen verhängt, die den Verkauf oder Transfer von in Euro denominierten Wertpapieren, die nach dem 12. April 2022 ausgegeben wurden (einschließlich der Erlöse von Kapitalmaßnahmen) an russische oder belarusische Staatsangehörige (umfasst Staatsbürger dieser Länder, die Ihren Wohnsitz nicht in der EU haben) oder an in Russland oder Belarus wohnhafte Personen oder Entitäten verbieten. 

Um diesen Sanktionen nachzukommen, hat IBKR russische und belarusische Staatsangehörige oder Einwohner und sich in Russland oder Belarus befindliche Entitäten im Besitz von russischen und belarusischen Staatsangehörigen oder Einwohnern davon abgehalten, neue Positionen (Long oder Short) in EU-Wertpapieren zu eröffnen. 

Marktdatenbeschränkungen

1.       Ich habe meinen Wohnsitz in Russland. Warum kann ich keine Marktdaten für NYSE und Nasdaq sehen?

Aufgrund der anhaltenden militärischen Aktivitäten Russlands in der Ukraine stellen NYSE und Nasdaq bis auf weiteres keine Marktdatendienste für natürliche und juristische Personen mit Wohnsitz in Russland zur Verfügung. Es ist IBKR nicht bekannt, wann NYSE und Nasdaq diese Dienste wieder aufnehmen werden.  

 

E..   Kunden aus den Regionen Luhansk und Donezk

Im Februar 2022 wurden von den USA, UK und der EU eine Reihe von Sanktionen gegen Russland wegen dessen Vorgehen in der Ukraine verhängt. Ähnlich wie bei den Krim-Sanktionen von 2014 sind diese Sanktionen auch gegen Personen und Einrichtungen in den Provinzen Luhansk und Donezk gerichtet.

Kontobeschränkungen

1.       Warum ist mein Depot gesperrt?

Ihr Depot beruht auf einer Adresse, die sich in der Region Luhansk oder Dunezk in der Ukraine befindet.  Die US-Regierung hat Sanktionen verhängt, die sich direkt gegen die beiden Regionen Luhansk und Donezk richten.  Diese Sanktionen enthielten eine kurze Abwicklungsfrist, die am 23. März endete. Als Finanzinstitut ist IBKR dazu verpflichtet, den Geschäftsaktivitäten von Kunden aus diesen Regionen Beschränkungen aufzuerlegen.

2.       Mein Wohnsitz ist aber nicht mehr in der Luhansker Volksrepublik („LNR“) oder in der Donezker Volksrepublik („DNR“).  Mein Wohnsitz ist außerhalb dieser Regionen. Warum ist mein Konto gesperrt?

IBKR hat aufgrund der uns vorliegenden Kontoinformationen bestimmte Funktionen eingeschränkt.  Wenn Sie Ihren Wohnsitz außerhalb der LNR oder DNR haben, aktualisieren Sie bitte Ihre Adresse und laden Sie eine Bescheinigung jüngeren Datums hoch, welche Ihre Anschrift enthält ( z.B. Stromrechnung).  Wir werden die von Ihnen übermittelten Informationen prüfen und anschließend eine Entscheidung über eine mögliche Aufhebung der Beschränkungen treffen.

3.       Was für Einschränkungen sind vorgesehen?

Einzel- und Gemeinschaftskonten

Ab dem 23. März ist es Kunden aus der LNR oder DNR nicht mehr erlaubt, Geschäfte zu tätigen oder Positionen zu übertragen, es sei denn, die US-Sanktionen werden aufgehoben oder die OFAC spricht ein entsprechende Genehmigung aus. Sie können zum jetzigen Zeitpunkt keine Einzahlungen vornehmen, aber Sie können eine Abhebung auf ein auf Ihren Namen lautendes Konto für persönliche, nicht gewerbliche Zwecke vornehmen. Wir werden Sie bitten, dies vor der Abhebung zu bestätigen.

Geschäftskunden

Aufgrund der Sanktionen ist es nicht mehr möglich, über Organisations- oder Treuhandkonten zu handeln, Gelder zu überweisen oder Gelder abzuheben.  

4.       Wie kann ich dazu beitragen, dass diese Beschränkungen aufgehoben werden?

Wenn Sie aus der LNR oder DNR weggezogen sind, aber Ihre Kontoinformationen nicht aktualisiert haben, dann aktualisieren Sie bitte Ihre Anschrift und legen Sie bitte einen aktuellen Adressnachweis vor, aus dem hervorgeht, dass Ihr Wohnsitz nicht mehr in der LNR oder DNR ist.  Wir werden die Informationen überprüfen und Ihnen mitteilen, ob die Beschränkungen aufgehoben werden können.

Alternativ können Sie sich an das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums wenden und auf der OFAC-Website eine spezielle Lizenz beantragen.  (OFAC-Lizenzantragsseite)